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Das Erbe Helmut Adler

Mg. Helmut Adlers Erbe


Sammlung Helmut Adler

Mag. Helmut Adler hinterlässt ein großes Erbe: zwei mit heimischen Gütern ausgestattete Museen (s. u.) und einen umfangreichen Bestand alter Fotos und Schriftstücke, gesamt bezeichnet als „Sammlung Helmut Adler“.

Mag. Helmut Adler, Tierarzt im unteren Saalachtal, findet als Archäologe in den 50er Jahren  südlich der Festung auf einer kleinen Verebnung über der Straße einen menschlichen Aufenthaltsort der Bronze-, der Hallstattzeit und des frühen Mittelalters. Sensationell ist sein Fund von Steinklingen, datiert 10.000 v. Chr. (Spätpaläolithikum) beim Oberrainknogel.
Diese Artefakte der Humangeschichte gelten mit denen in der Schlenkendurchgangshöhle als die ältesten im Land Salzburg. Nicht nur Unken, sondern das gesamte untere Saalachtal ist sein Forschungsraum. Im selben Gebiet erkundet er auch Felsritzbilder aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Zahlreich sind seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen über seine Grabungen und über die von ihm erkundeten Felsritzbilder im unteren Saalachtal.

Die Funde Adlers belegen, dass das Saalachtal nach dem Gletschervorstoß (im Bühlstadium vor 15.000 Jahren bis zum Melleckerberg) in der Altsteinzeit 10. 000 v. Chr. und in der jüngeren Bronzezeit 2.000 v. Chr. sowie in den folgenden Zeitperioden als Verkehrsweg genutzt wurde.

Mit seinen archäologischen und historischen Forschungen, dem gleichsam in letzter Minute zusammengetragenen alten heimischen Volksgut und anderen Verdiensten zählt Helmut Adler mit Josef Friedl und Ludwig Hohenwarter zu den Heimatforschern der Gemeinde Unken.

Museumsverein Festung Kniepass

Er ist der Initiator des am 6. März 1969 gegründeten Vereins. Die Vereinsgründung geht von Lofer aus. Nachdem die Bürgerinitiative „Not- und Schutzgemeinschaft“ nach zehn Jahren Widerstand den Bau des Saalachkraftwerkes in den Gemeinden von Weißbach bei Lofer bis Unken verhindern konnte, entstand 1968 der Gedanke die Heimat vor allem durch die geänderten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse durch zu starke Eingriffe vor allem beim Bauen, zu schützen – einen Heimatverein bzw. ein Museum zu gründen.

Gründungsversammlung Mairwirt - Unken

Bürgermeister von St. Martin bei Lofer, Franz Mandl, Bürgermeister von Lofer Josef Färbinger, Dankl, Maiberger, Rudolf Eder, Rudolf Leitinger, Franz Mader; Vizebürgermeister von Unken Rupert Herbst, Josef Friedl, Eberhard Herbst, Schuldirektor Anton Kohlbauer, Walter Haider Perchtbauer, Anton Schmiederer, Heinrich Sturm.

Vorstand 1969
Obmann Helmut Adler,
Obmannstellvertreter Waldemar Haider,
Museumsleiter Anton Kohlbauer,
Stellvertreter Anton Schmiederer,
Kassier Heinrich Sturm,

Ausschuss 1969
Bürgermeister und Geschäftsführer der örtlichen Bildungswerke der Mitgliedsgemeinden des unteren Saalachtals (Weißbach bei Lofer, St. Martin bei Lofer, Lofer und Unken)

Ziele des Vereins sind Erhalt und Pflege des Kulturgutes der Heimat und Errichtung eines Heimatmuseums in der Festung Kniepass.

Nach vorerst nicht überwindbaren Schwierigkeiten die Festung für ein Museum zu nutzen, werden 1972 im Kalchofengut (Eigentümer Waldemar Haider, Perchtbauer) auf Vorschlag vom Frächter Dürrnberger, Hallenstein drei Räume für ein Museum gemietet. 1985 steht das ganze Haus dem Verein zur Verfügung.

Sonderausstellungen bestimmen das Museumsgeschehen.
1977 Urgeschichtliche Funde aus dem Saalachtal
1980 Orden und Ehrenzeichen
1981 Alpenländische Handarbeiten
1982 Gegenstände und Votive
1983 Votive
1984 Gildenbrote
1985 Notgeld
1986 Geformtes Wachs
1987 Steirische Eisenvotive
1988 Unken einst (zur 850 – Jahr – Feier)
1989 Alte Instrumente (120 Jahre Musikkapelle Unken)
1990 Von den Freuden des Tabakgenusses
1991 Schöne Bilder und Ansichten
1992 120 Jahre Veteranenverein Unken
1993 Aus Großmutters Wäschekasten
1994 Bilder alter Bauernhäuser, Kniepass Schriften Heft 24
1995 Zaunlandschaft – Kulturlandschaft
1996 Klein- und Flurdenkmäler ,Sammelmappe Forster
1997 Das Kürfürstliche -  Salzburgische - Wappen, Kniepass Schriften Heft 23
1998 Alte und neue Trachten
1990 Federkiel - Stickerei 

Festung Kniepass wird saniert


Ende der 60er Jahre will Helmut Adler auf der Festung Kniepass ein Museum errichten. Der bauliche Zustand lässt das Vorhaben nicht zu.

1982 erstellen das Land und der Verein für die gesamte Anlage ein Raum- und Funktionsprogramm.
Neben den finanziellen Fragen ist das Vorhaben vom Beginn der Bauarbeiten des Reinhalteverbandes Unteres Saalachtal bestimmt. Zu Beginn der 90er Jahre kann mit Errichtung der Abwasserentsorgung, der Errichtung der weiteren Infrastruktur und der Sanierung der Baulichkeiten begonnen werden.
Der Gesamtaufwand umfasst 2 Mio. ATS, davon steuert das Bundesdenkmalamt 300.000 ATS bei.

1995 schließen das Land und der Museumsverein einen Leihvertrag ab. Das Leihverhältnis beginnt mit Wirksamkeit vom 1. Juli 1991 (!) und wird für die Dauer von 25 Jahren, sohin bis zum 30.6.2016 abgeschlossen. Lt. Abs. VI des Vertrages erfolgt die Gebrauchsüberlassung der „Festung Kniepass“ zum Zweck der Erfüllung der statutenmäßigen Aufgaben des Museumsvereins Festung Kniepass. (Nach Auskunft des Amtes der Salzburger Landesregierung sind auch andere Nutzungen möglich.)

Im Juli 1996 wird unter großer Teilnahme der Bevölkerung und bei Anwesenheit des Landtagspräsidenten Dr. Helmut
Schreiner das Museum mit der Sonderausstellung „Felsenritzbilder im unteren Saalachtal“ eröffnet. Ein großer Tag für Mag. Helmut Adler. Er ist Kustos von zwei Museen in Unken, dem Heimathaus Kalchofengut und der Festung Kniepass.


Mag. Helmut Adler ist nicht allein!
Bei seiner Arbeit wird er stets von seiner Frau Margot (gest. 14. Juni 2008) unterstützt. Weitere Helfer sind seine Museumswärter Leonhard Faistauer vulgo Fritz Leo, Leonhard Flatscher vulgo Kühler Hartl, Herbert Saringer und Josef Faistauer vulgo Falter Sepp.

Verständnis bringt die Politik Helmut Adler entgegen. Vizebürgermeister bzw. Bürgermeister von Unken Rupert Herbst 1969/84 und Kurt Sturm 1984/2004 haben meist ein offenes Ohr für die Wünsche des Kustos. Die Gemeinde trägt die Kosten der Pacht, der Versicherungen und weiterer fester Erfordernisse.

2002 stirbt Mag. Helmut Adler (geb. 1919)

Seit 2008 firmieren die zwei Museen unter dem Namen UNKEN MUSEEN, mit dem Museum Festung Kniepass und dem Museum Heimathaus Kalchofengut.

Die Bilder und Schriftstücke (Archivalien u.a.) werden 2008 dem neugeschaffenen Dorfarchiv einverleibt. 2008 beschließt die Hauptversammlung die Übergabe des Archivs an die Gemeinde. Dieser Teil der Sammlung Helmut Adler wird von Dorfarchivar Ludwig Hohenwarter betreut.

Museum Festung Kniepass

Geschichte
Die Festung ist erst im Besitz des Bundes, seit den 70er Jahren im Besitz des Landes Salzburg und ist seit 1991 für 25 Jahre an den Museumsverein durch einen Leihvertrag zur Nutzung übergeben.

1350 wird urkundlich am Kniepass ein Bau auf einem Felssporn oberhalb der Saalach erwähnt.
Die gegenwärtigen Anlagen werden im letzten Jahrzehnt des Dreißigjährigen Krieges von 1642 bis 1648 errichtet.
Bis 1774 sind auf der Festung rd. 50 Schützen stationiert.
Während der Napoleonischen Kriege, in den Jahren 1800, 1805 und 1809, ist Unken Kriegsschauplatz, doch die Festung Kniepass ist nie umkämpft. 
In den letzten April- und den ersten Maitagen 1945 werden unterhalb der Festung auf der Straße Panzersperren errichtet. Sie kommen gegen die am 7. Mai (?) einrückende 101. Fallschirmdivision der US Army wegen der vorherigen Kapitulation am 6. Mai der Heeresgruppe Süd der Deutschen Wehrmacht nicht mehr zum Einsatz. In den 90er Jahren ziehen im Zuge der bevorstehenden Sanierungsarbeiten die letzten Bewohner aus.

Bauten
Ein Torgebäude, ein Mannschaftsgebäude und eine den weiten Hof umfassende Mauer nehmen die Höhe der Kuppe unmittelbar vor der Pfannhauswand ein.

Mannschaftsgebäude und Torgebäude vor der Sanierung
Mannschaftsgebäude und Torgebäude vor der Sanierung

Im Torgebäude sind die Rezeption und eine kleine Küche untergebracht. Der große Raum unter dem Dach dient unterschiedlicher Nutzung. Im Mannschaftsgebäude liegt nahe am Eingang die alte Rauchküche, anschließend ein großer Ausstellungsraum und im Ober- bzw. Dachgeschoss befinden sich offene und abschließbare Räume.
Im Freiraum ermöglicht eine am unteren Ende liegende Bühne Darbietungen verschiedener Art. An der Umfassungsmauer erinnert das Wappen des Landesherrn Paris Lodron an das Jahr 1648.

Sammlung Stand 2002
Im Mannschaftsgebäude, in Vitrinen gesichert, sind die archäologischen und die historischen Funde ausgestellt (s.o.)  Artefakte aus dem Spätpaläolithikum, datiert 10.000 v. Ch., sind die ältesten Fundstücke der Humangeschichte des Landes Salzburg. Gegenstände aus der Kupfer-, der Bronze-, der Hallstatt- und der Römerzeit stammen aus  Fundstätten des unteren Saalachtals. Keltenfunde fehlen. Militaria und Tonpfeifenfunde am Fuße des Festungshügels aus der Neuzeit sind weiterer Inhalt der Sammlung.
Im Obergeschoss bilden Gipsabdrücke von „Felsenritzbildern aus dem unteren Saalachtal“ den zweiten Teil des Museumsbestandes.

Museum Heimathaus Kalchofengut

Kalchofengut vor der Eröffnung der Sonderausstellung 2007


Kalchofengut vor der Eröffnung der Sonderausstellung 2007Eigentümer des Kalchofengutes
Laut erzbischöflichem Urbar, angelegt 1498, hat Wolfganus de Kalchofen das Gut Kalchofen und die dazugehörigen Felder und die Mahd „inne“. 1522 werden mit drei Gütern auch das Kalchofengut von einem Reichenhaller Salzhändler an die Kirche St. Jakob in Unken verkauft. (Im Waldbuch von 1529 ist ein Kalkofengut vermerkt.) 1576 erwirbt Blasius Geißler das Gut. 1601 kauft der „Leyrer am Rain“ (Oberrain) das Anwesen,  1654 wird Christian Percht Eigentümer. Seither gehört das Kalchofengut mit  Weiderecht auf der Hochalm  den Perchtbauern z. Zt. Katharina und Ing. Walter Haider.

Vor der Nutzung der Räume durch das Museum wohnen im Erd- und im Obergeschoss, nach Angabe von Altbauer Waldemar Haider, vier Haushalte.
Matthias und Therese Windl: im Erdgeschoss die Stube und im Obergeschoss darüber die vordere linke Kammer;
Nikolaus und Maria Leitinger: im Erdgeschoss die Küche und im Obergeschoss darüber die linke hintere Kammer;
Jakob und Katharina Stockklausner: im Erdgeschoss die rechte vordere und die rechte hintere Kammer;
Andreas und Katharina Hutter: im Obergeschoss die rechte vordere und die rechte hintere Kammer.

Nicht alle Räume sind beheizbar. Das Häusl befindet sich rechtsseitig außerhalb der Scheune. Das Wasser muss vom Schrempfbrunnen geholt werden.

Entstehung des Museums
1972 mietet der Museumsverein drei Räume für ein Museum. 1985 wird der gesamte Hof ein Heimathaus.
Helmut Adler erweitert bis 2002 die Sammlung. Ursprünglich waren Teile der Objekte persönliches Eigentum bzw. es wurde schon vor der Vereinsgründung gesammelt.
Schauräume sind die Stube, die umgestaltete Rauchküche,  zwei Kammern in Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss Dazu gehören der ehemalige Ross-Stall und die gesamte Scheune. Eine Kammer im Obergeschoss dient der Verwaltung und eine wird als Werkstätte und als Stauraum genutzt wie der Dachboden und der ehemalige Kuhstall.

Die Umgestaltung der zuvor für das Wohnen genutzten Räume und die Aufteilung des Sammelgutes in diese erfordern nicht nur Sachkenntnis, sondern eine enge Verbundenheit mit der Geschichte der Heimat.

Sammlung Stand 2002
Die Stube ist weitgehend gleich eingerichtet wie vor dem I. Weltkrieg. In der linken Ecke befinden sich ein großer Tisch, eine drei Seiten umfassende Wandbank und zwei freie Bänke vor dem Tisch. Stühle fehlten immer. Der Herrgottswinkel mit dem Kreuz, mit zwei Bildern und einer Stellage für Blumenschmuck liegt zwischen zwei Fenster. Schräg gegenüber steht ein Kachelofen mit der Ofenbank. Im Ofeneck befindet sich ein kleines Ruheplätzchen mit Polster und Decke. Drei Wandschränke sind Altbestand wie die Stangen beim Ofen und seitlich an der Decke des  Raumes. Sie dienten zum Trocknen nasser Kleidung. Eine Nähmaschine aus den 20er Jahren, eine Garnhaspel, ein Spinnrad und ein alter Puppenwagen stehen seitlich. Von großem Wert ist die schwarze Tramdecke mit gestürzten Dielen. Die elektrische Beleuchtung gab es schon vor dem I. Weltkrieg; zusätzlich dienen Strahler der Museumsfunktion. Links der Tür hängt am Handtuchhalter ein rupfernes (grobes Leinen) Tuch. Das Weihwassergefäß ist am rechten Türpfosten befestigt. An den Wänden erinnern alte Fotografien an Verstorbene und an besondere Ereignisse.

Die Küche mit Gewölbe und mit Holzboden hat ein Fenster.  Auf der offenen Feuerstelle  stehen gusseiserne Töpfe. Über ihr hängt am schwenkbaren Arm (auch Galgen genannt) ein kleiner Kupferkessel. Beim gemauerten offenen Rauchabzug ermöglichte eine quer dazu hängende Stange das Räuchern  von Speck. An den seitlichen Wänden stehen in Nischen irdene Töpfe und weitere einfache Behälter. Unter der Waschbank findet die ehemalige Hühnersteige ihren Platz. An der Außenwand ermöglicht eine Öffnung die Entsorgung des Abwassers, das außen in einen Trg fließen konnte. Der Stubenofen wird von der Küche aus geheizt. Ein „Schubkstlastl“ verbindet die Küche mit der Stube.

Die vordere rechte Kammer, im 16. Jahrhundert Wohnküche, ebenfalls  mit Gewölbe, hat zwei Fenster an der Vorder- und ein Fenster an der Seitenwand. Zwischen den zwei Fenster ist ein „Wandkastl“ eingefügt.  Zwei alte Kästen, zwei Truhen mit Schnitzwerk, ein Tisch in der Mitte mit vier Stühlen bilden das Museumsinventar. In einer Truhe, abgedeckt mit einer Glasplatte, liegt alter Hochzeitsschmuck, zum Teil von der Großmutter des Verfassers angefertigt.

Die schmale ehemalige Milch- und Speiskammer ist gleichfalls ein gestalteter Museumsraum. In den vom Boden bis zur Decke reichenden seitlichen Vitrinen bilden gestickte Tücher, die verschiedentlich genutzt wurden, den wertvollen Bestand. Das Fenster ist verdeckt.

In dem einstigen schon zum Wirtschaftsteil gehörenden Ross-Stall befindet sich eine reiche Sammlung von bäuerlichem Hausrat bzw. Gerät. Ein intakter Webstuhl, die Ausstattung der Brechlstube und das Inventar eines Kasers (Almhütte) bilden mit einer Sammlung von Holzschnitzereien in Vitrinen den Hauptbestand. Zahlreiche Fotos der Jahre vor dem II. Weltkrieg zeigen Unkener Bauernhöfe, Leben und Arbeiten auf Hof und Flur, gemeinschaftliche Veranstaltungen im Dorf und vieles mehr.

Im Vorhaus steht zwischen der Stuben- und der Küchentür eine stattliche Truhe. Darüber hängen in einer Rehm (einem Träger) mehrere Pfannen, wie noch vor dem II. Weltkrieg bei den Bauernhöfen verwendet. Die rechtsseitige Wand ist nicht verputzt, deren Mauersteine sind geschwärzt, was auf den Brand in den 90er Jahren des 17. Jhd. hinweisen soll. Zwei ehemalige Ablagen beidseitig der Kammertür dienen als Ausstellungsvitrinen. Das Flügelbrett des Haustors ist dreigeteilt. Verbunden durch Scharniere lässt sich ein Teil zurückschlagen oder nur das linke Viertel öffnen. Innen kann das Haustor durch einen hölzernen Schieber verrammelt werden. Neben dem Eingang steht ein Pult. In dessen Schubladen befinden sich  „Kniepass – Schriften“. Auf dem Pult liegen das Besucherbuch und eine Vitrine mit aktuellem Schrifttum. Am ersten Deckentram ist noch ein Schwalbennest zu sehen. Die Schwalben konnten durch ein Flugloch beim Türblatt unbehindert aus- und einfliegen.

Die vier Kammern im Obergeschoss sind museal genutzt.

Die „Sakralkammer“ birgt die größten Schätze. Zuerst sind die beiden Christusstatuen anzuführen: der (im Ölberg) knieende Christus aus dem 15.Jhd. und der Ecce Homo, der Schmerzens-Christus, mit der Dornenkrone und dem Schilfrohr aus dem 18. Jhd. Weitere Skulpturen sind der Hl. Sebastian (16.Jhd.) und der Hl. Jakobus (als Plastik), der Unkener Kirchenpatron. Die Statuen wurden zur Sicherung Kapellen und Unkener Bildstöcken entnommen. Ein barocker Tischaltar, auf einer Kommode stehende Glasstürze. In einer Vitrine liegen Gegenstände der Volksfrömmigkeit. Sie bilden den zweiten Teil der Sammlung. An den Wänden hängen heimische Sterberähmchen  aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg zusammen mit Heiligenbildern. Ebenfalls an der Wand angebracht sind ein Reliquienschrein und ein „Staberl“ (Bruderschaftsstab aus Kirchental). In der freigelegten Blockwand sind die Stifte zur Putzhalterung wieder sichtbar. In den schmalen Fugen der Wand findet sich neben Moos noch Mörtel. Das einzige Fenster ist durch ein gehäkeltes Tuch verhüllt. 

In der rechten vorderen „Schönen Kammer“ steht wertvolles Mobilar. Zwei bemalte Kästen (19. Jhd.), zwei Glasschränke und ein Hochzeitsschrank, dessen Schranktür geöffnet ist. Eine Glasplatte schützt die darin liegende Wäsche und mehrere Rollen heimischen Leinens, die Brautmitgift. In einem der zwei Glasschränke sind Bilder der Primiz von Josef Wohlschlager in den 30er Jahren, die wertvolle Primizkrone und das Bild der Primizbraut, einer Fritztochter, zu sehen. Im hinteren Eck steht ein bemaltes Bett aus dem Jahr 1863 mit einem Strohsack aus rupfernem Tuch. Selbst gewebte Tücher, das Kopfkissen und der Golter zum Zudecken gehören zum Bettzeug. Unter dem Bett stehen Tamperling (Hausschuhe) aus geflochtenen Strohbändern, eine Wärmflasche aus Blech und ein leicht abgeschlagener Kachl (Nachttopf). Die Wände sind verputzt. Ihre Rollmusterbemalung stammt von den letzten Bewohnern, die zu Beginn den 80er Jahr starben.

Bedingt durch die Fülle der gesammelten landwirtschaftlichen Geräte dient die Scheune nahezu nur als Stauraum. Geräte der Landwirtschaft mit Ackerbau, Viehhaltung und Holzwirtschaft; der erste Heuwender und die erste Mähmaschine des Perchtbauern; zwei Holzpflüge, ein erster Eisenpflug, eine Egge, zwei verschiedene Dreschmaschinen, mehrere Putzmaschinen verschiedener Größe, ein Gsottschneider, ein großer Heuwagen, ein Bergwagerl und ein Ziehwagen, drei geschnitzte und bemalte Blätter, alte Haustüren Unkener Bauernhäuser, die große Wendeltreppe vom abgetragenen Poststall und ein Hochzeitsschlitten, Schlitten und Zugzeug zum Holzziehen und andere Geräte der Holzwirtschaft, Werkzeug verschiedener Art, das Modell des alten Moargutes, Getreidetruhen, zahlreiche Bienenkörbe. Sensen, Sicheln, Rechen verschiedener Größe, Gabeln, Dreschflegel, viele weitere Gegenstände, drei Gedenktafeln von Unfällen und alte Dachschindeln sind ungeordnet untergebracht.

Der Dachboden und der alte Kuhstall sind als Depot genutzt.

Das von Helmut  Adler gleichsam in letzter Minute zusammen getragene Sammelgut erfreut sich noch nicht der gebotenen Wertschätzung.